Mittwoch, 14. Juni 2017

Die Igler wird totgerechnet 
 Linie 6 nach Igls soll kürzertreten

Alle Dekaden wieder? Vor ca. 15 Jahre haben andere und auch ich brav Unterschriften gesammelt. Vergeltsgottlappen für irgendwelche Kärmerseelen zu spielen, die dann doch wieder auf den erstbesten Scharlatan reinfallen, wie diverse Hochhäuser in Innsbruck beweisen, das reicht mir.

Im März 2017 habe ich mich nochmals vorgewagt, um im Stadteilausschuss Igls Verbesserungen für die Igler vorzuschlagen.

Nun kam allerdings nur das, was sich in den letzten Monaten stetig angekündigt hat.
Das ist zur Kenntis zu nehmen. So wie ich auch zwar "förderndes Mitglied" der IVB habe aber defakto in Innsbruck abseites der Igler kaum mehr ein öffentliches Verkehrsmittel benutzt. 

Es gelang der Stadt und der IVB nicht den Öffivorrang durchzusetzen. Alle Initiativen sei es technisch oder politsch wurden, soweit ich weiß, von der autotreuen Verwaltung sabotiert (so wie sie das bereits eifrigst während der Vorarbeiten zur Regionalbahn um 2007 tat).

Das ist zur Kenntnis zu nehmen. Immerhin gibts jetzt das VVT Ticket Tirol für 490 Euro und man kann ja auch Ausflüge auf den Piller machen, statt ins Innsbrucker Mittelgebirge.




Sozusagen als Abschluss meiner Beiträge noch dass was ich in den elektronischen Äther mit unterschiedlichen Adressen gesendet habe:


1)
Sehr geehrte Damen / Herren

Aufgrund der heutigen Berichterstattung in der TT erlaube ich mir die im März 2017 dem Stadtteilausschuss Igls präsentierten Unterlagen auch an sie alle zu übermitteln und bei ihrer Entscheidung zu bedenken, das die Iglerbahn insbesondere unter dem Gesichtspunkt der Umwegrentabilität zu betrachten ist – was auch für viele anderer unterstützungsbedürftige  Unterfangen der Stadt Innsbruck gilt, wie z.B. vom Haus der Musik, den Hallenbädern, sozialen Diensten, Straßenerhaltung, Kanalwartung, Bildungseinrichtungen etc. etc.

Natürlich reicht es nicht, ein Unterfangen mit Geld am Leben zu erhalten, sondern es muss auch mit Leben gefüllt werden. Bei der Iglerbahn hat man in den letzten Jahren zwar in die Erhaltung investiert, aber Bewerbung wie auch Erleichterung der Benützung (Vervollständigung der Iglerbahn zu Durchmesser- oder zumindest Radiallinie ins Stadtgebiet) erfolgte zaghaft bis nicht. Das Leben blieb also aus.

In der  o.a. Unterlage habe ich Vorschläge aus meiner Sicht zur Steigerung der Benützungszahlen der Iglerbahn zusammengestellt. Im Stadteilausschuss wurde damals der Vorschlag einer Iglerbahn-Durchmesserlinie Igls-Höttinger Au/West sehr positiv aufgenommen (vgl. http://igls.org/linie-6-als-vollwertiges-verkehrssystem-im-oeffentlichen-pendelverkehr/ )

Zugleich mit diesen Vorschlägen habe ich noch eine Skizze mit Trassenverlängerungen zur neuen Patscherkofelbahn angefügt (T: Tunnelstrecke). Ich bitte diese im Tiefbauamt soweit zu konkretisieren dass sie als VÖ Maßnahme in den nun aufliegenden ÖRK-Entwurf aufgenommen werden können (die Verlängerung in den Ort ist je schon erfreulicherweise drin), da es sich hier um eine Maßnahme mit langem Planungsvorlauf handelt und das unbedingt im ÖROKO verankert werden muss.




Zu meiner persönlichen Motivation habe ich vor dem Stadteilausschuss Igls sinngemäß erklärt:
Ich bin mit der Iglerbahn sozusagen als Freizeitverkehrsmittel aufgewachsen und habe sie vor allem an Wochentagen abends und spätnachmittags vorzugsweise im Herbst und Frühjahr genutzt. Für Wochenendausflüge zum Patscherkofel ist sie für mich als Amraser ideal, aber das fällt mit der neuen Bergstation vorerst flach. Natürlich ist mir bewusst, dass diese beschriebene Art der Verwendung nicht mehrheitsfähig ist (ich war manchmal der einzige Fahrgast).
Ich habe mir aber Gedanken gemacht, wie man aus der Bahnlinie, die man nun schon über gut 40 Jahre schlechte Zeiten gerettet hat, etwas machen kann, das zukunftsfähig ist.

Mit freundlichen Grüßen

Martin Schönherr (13.6.2017)
2)
Fragen zu den RL ,für die Gewährung von Finanzierungsbeiträgen ,für Infrastrukturinvestitionen und -erhaltungsmaßnahmen ,durch das Bundesministerium für Verkehr, ,Innovation und Technologie ,gemäß Privatbahngesetz 2004 (BGBl. I/39 vom 30. April 2004)

Sehr geehrte Damen/Herren

Aufgrund eines aktuellen Anlasses, nämlich der angekündigten Reduktion des Betriebsumfanges auf der Straßenbahnlinie 6 (Teil der konzessionierten Innsbrucker Stadtlinien) interessieren mich als Fahrgast folgenden Fragen:

1)      Welche Investitionen wurden seit 2007 an der Straßenbahnlinie 6 der Innsbrucker Verkehrsbetriebe mit Bundesmitteln unterstützt?
2)      Wie hoch waren die jährlichen Beträge in € seit 2007?
3)      Handelte es sich bei den Finanzierungsbeiträgen um solche zu Investitionen oder zu Erhaltungsmaßnahmen im Sinne der RL bzw. wie teilen sich diese auf?
4)      Wie wurde die Verwendung der Finanzierungsmittel belegt?
5)      Wie wurden die erzielten Erfolge belegt?
6)      Was versteht das Bundesminsterium unter der Passus „zumindest bis 5 Jahre nach Ende des Finanzierungszeit­raumes unter Gewährleistung einer ausreichenden Verkehrsbedienung aufrecht zu hal­ten“? Definiert sich dieser Passus aus den im Ministerium gewonnen Eindrücken in den Berichten des Verkehrsunternehmens, oder muss er auch für Fahrgäste nachvollziehbar sein?
Mit freundlichen Grüßen
Martin Schönherr

Jetzt aber nur mehr Feelgoodeinträge (ich hoffe das halt ich durch ;-)

Auch ein netter Bahnausflug: Die Isar bei Scharnitz




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