Montag, 11. Dezember 2017

Winterstimmung im Tantegerter Moor

Oberhalb des Tummelplatzes.

 Mag auch die Iglerbahn mit Ausnahme der Wochenenden und des Frühzuges Dornröschenschlaf halten, so soll das, was sich rundherum getan hat, nicht unerwähnt bleiben:

 Das ist zum einen die Aufnahme des planmäßigen Straßenbahnbetriebs zwischen Amras und den Peergründen, mit kurzer aber steiler Gebirgsstrecke.

Vor Abfahrt des ersten Plankurses von Amras zu den Peergründen, Sonntag 10.12.2017, 6:21. Im Scheinwerferlicht sieht man die Vegetation des Amraser Rasengleises dahinvegetieren. Nur kurz wird diese neue Relation währen - nämlich bis zum Beginn des Betriebs der Linie 2 vom O-Dorf zu den Peergründen Ende 2018.

Derselbe Kurs nach seiner Ankunft um 6:48 (ich habe, ehrlich gesagt, nicht überprüft ob der Fahrplan eingehalten wurde). Um Gerüchten vorzubeugen: Die Stumpflgeise sind definitv beide so lang das ein Flexi Platz hat. Auch die nächste Generation von Flexis, die 30cm länger ist, sollte sich noch ausgehen. Offensichtlich liegt die Endhaltestelle aber in starkem Gefälle; steiler als die alten Steilstrecken der IVB.

Zum anderen ist das die neue Brücke über den Mutterergraben, die die alten kruvenreichen Streckeund einen Tunnel ersetzt, dadurch aber auch deutlich steiler wird.


Von der Seite und von Unten betrachtet ein Meisterstück der Eleganz. Die Brücke ist allerdings so breit, dass das Gleis darauf verloren wirkt. Die Gehverbote vermögen daher kaum Fußgänger aufzuhalten. die Brückenbreite beträgt 7m! Die Breite rührt wahrscheinlich noch vom Konzept eines Niederflurfahrzeuges für die Regionalbahn ins Stubaital, das auf dem richtungsweisenden "La Prima" Triebwagen (von Schindler Waggonbau, die in Stadler und Bombardier aufging) des Regionalverkehrs Bern-Solothurn beruht. Man sieht, dass die Regionalbahnplanung des Landes um 1992, als wohl die Weichen für des Projekt gestellt wruden, schon recht weit vorausdachte. Dieses Drehgestellfahrzeug hätte größere Kurvenausladungen gehabt als die vielgliedrigen Flexis. Die Brücke würde es theoretisch erlauben schneller zu fahren, doch merkt man am Fahrplan noch keine deutliche Veränderung, zu kurz ist doch dieser Neubauabschnitt. Da müsste man schon wieder über die Direkthereinführung Bergisel-Bahnhof diskutieren, die ganze 10 Minuten Fahrzeitverkürzung  bringen würde und die sich innerhalb von längstens 10 Jahren amortiseren sollte. Diese Direkthereinführung käme übrigens auch der Iglerbahn zugute.

Blick in den Mutterergraben aus Widerlagerpersepektive

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