Sonntag, 29. Juni 2014

Neue Aussichtsplattform

Nur, um den Paschberg in die rechte Position zu setzen wurde wohl diese Aussichtsplattform am Bergisel geschaffen ;-) 

Als Teil eines neuen Panoramawegs um den Bergisel biete diese auskragenden Konstruktion mit Gitterosten und Glasboden Tiefblick in die Sillschlucht und direkt auf den Westabhang des Paschbergs mit der Villerstraße. Noch ist der Weg offenbar nicht zur Gänze fertiggestellt - aber schon gut begehbar. 
Der Wegverlauf wird demnächst auf OSM eingetragen sein.

Im März war die Plattform noch in Bau
 
Nun ist ein schön angelegter Weg vom Parkplatz am Panorama Tirol bis zum Sonnenburgerhof vorhanden.


Die plattform selbst ist  ca. 10m tiefer als der Panoramweg gesetzt und mit  Treppen erreichbar. die vorderste Spitze ist mit  einem Glasboden versehen.

Dienstag, 24. Juni 2014

Der Geschriebene Stein

Endlich.... 
Finallly.....
Am längsten Tag am Geschriebenen Stein. On the longest day of the year, visiting the Geschriebenen Stein (The “Written Stone” is a large block of glacial detritus, about the size of a small house or a large elefant, with mysterious letters and symbols carved onto its sides.  It stands alone at a good 2000 meters above sea level behind the summit of the Patcherkofel. It is said that Emperor Maximilian himself may have etched his name into the rock, although it was more likely his hunters that did it. — ed)
Tatsächlich scheint der Geschriebene Stein "Bschriebener Stoan" zu heißen... 

Zitat aus einer Abhandlung von Herrn Dr. Herbert Kuntscher, Innsbruck – Troisdorf (Quelle: Herbert Kuntscher, Der "Bschriebene Stein" im Vikartal, in: Tiroler Heimatblätter, 19. Jahrgang, Heft 7/8/9, 1941, S. 99 - 103.):

Wahrscheinlich dürfte es so gewesen sein, dass in weiter zurückliegender Zeit Besucher die ersten Zeichen schlugen. Als in der Folge die Jäger und Hirten, die in dieser Gegend weilten, den Felsblock näher betrachteten, bemerkten sie diese und der Stein erhielt seinen besonderen Namen. Hin und wieder nun meißelten auch sie Buchstaben ein und konnten sie nicht schreiben (was wohl meist der Fall war), so wurde eben mit mehr oder minder großer Geschicklichkeit und Sorgfalt ein Kreuz oder sonst ein Zeichen eingeritzt. So kam das Durcheinander der seltsamen Zeichen zustande, von dem der Block seinen Namen trägt. Dieser Hang zur Hinterlassung von „Andenken“ äußert sich auch an den an einigen Stellen sichtbaren Anfangsbuchstaben von Namen, die mit roter Farbe auf den Stein gepinselt wurden. Ein Hirte der Gegend meinte sogar, dass deswegen der Stein so genannt werde. 

Quote from an essay by Dr. Herbert Kuntscher, in “Tiroler Heimatblätter”, 1941:

It probably came to pass in this way: that the first signs were made by visitors from times in the distant past. When hunters and shepherds later began to frequent the area, they noticed the markings and referred to the stone by them. Now and again they would add letters themselves, and if they could not read nor write (as was often the case), they would carve in a cross or other symbol, with varying degrees of skill and care. In this way the stone got its mishmash of strange symbols from which it takes its name.
This inclination of leaving “mementos” behind is supported by the presence of initials, painted on here and there with red paint. In fact, a shepherd in the area said he thought that the stone got its name from these painted monograms.


 

Sonntag, 15. Juni 2014

Iglerbahn, Betriebsbaufnahme

 
wieder das gewohnten morgendliche Bild....


Aber zumindet um 16h17 ab Bergisel nur 4 Fahrgäste (inkl. mir vorne beim Fahrer)

 Sie fährt wieder. Schneller, ruhiger. 
Allerdings sind ein paar "Ecken", die vormals in der Linienführung drin waren, geblieben. Insgesamt aber eine deutlich bessere Fahrdynamik. 
Leider wird die Bahn noch nicht sehr stark genutzt.... 

Zur Erinnerung: Der Gleistausch war höchste Zeit. Vor allem in den Bogen wurden die Schienenköpfe verschlissen. Hier sieht man ein gebrauchtes Pofil (bei Station Tummelplatz, Mai 2014). Dieses müsste symmetrisch sein. Tatsächlich hat sich aber der Spurkranz des Rades in den Kopf gefräst.

Samstag, 7. Juni 2014

Ähnlichkeiten; am Hechenberg

In Ermangelung der Iglerbahn und der damit einhergehenden Vernachlässigung des Paschbergs bemerke ich, dass meine Neigung, Orte zu vergleichen und Ähnlichkeiten zu suchen ein neues Betätigungsfeld gefunden hat. Da trifft es sich gut, dass es sich dabei sozusagen um seine Antipode bezogen auf Innsbruck bzw. um das Ergebnis einer Kollineation des Paschbergs, unter der Voraussetzung das Innsbruck ein Punkt wäre, handelt. Ganz so mathematisch exakt ist es wohl nicht – eher die Folge von Umformungen von kognitiven Karten (so wie man sich z.B. im London nördlich der Themse ganz gut orientieren kann, und irgendwann feststellt, dass man dabei tatsächlich immer nur vergleichend an Hötting dachte). 

Bevor man einen Blick auf die Karte wirft, lässt sich die Frage nach der Antipode des Paschbergs zumindest aus meiner Sicht schon recht leicht beantworten: Wo hält die Bahn in der Nähe von Innsbruck noch mitten im Wald? Hochzirl ist das Tantegert dieser Gegend, und der Hechenberg – vielleicht noch treffender der Raum zwischen Leithen und Kranebitten – ist die Maximalversion des Paschbergs. Worin sich die beiden Berge unterscheiden, liegt zwar auf der Hand (v.a. Gesteinsart, Größe); doch fallen Ähnlichkeiten ins Auge. Die Bahn (noch dazu vom selben Konstrukteur) lassen wir jetzt außer acht. Was besonders verbindet ist die unter Wald verborgene Topgraphie des wegsamen Teils des Bergs. 

In the absence of the Igler trains and the accompanying neglect of the Paschberg I’ve noticed that my tendency to compare places and look for similarities between them has found a new area of interest. So it was fortuitious that this involves a counterpart to the Paschberg, if one draws a line from the Paschberg through the center of Innsbruck and beyond. It’s actually not so mathematically exact — rather the result of the forming of cognitive maps (as  for example one can orient oneself well in London north of the Thames, and realizes at some point that one actually is thinking the whole time of Hötting)

Before taking a look at the map, the question of the Paschberg’s diametric opposite is answered easily with the further question: Where is there a railway through woodlands in the proximity to Innsbruck? Hochzirl is the Tantegert of this area, and the Hechenberg — perhaps more accurately speaking, the area between Leithen and Kranebitten — is the Paschberg writ large. The differences between the two mountains are easy to spot (geological makeup, size, etc.) but the similarities are just as evident. Putting the railways (from the same construction engineer, no less) aside for now, what stands out in particular is the topographical features of the accessible parts of the mountain.
 

Der Kollineationspunkt liegt - ähm - im Flughafen....the kollineation-point between Paschberg and Hechenberg ist set at the .... Airport
 
 Der Hechenberg reizte mich schon als Kind – damals erwartete ich mir, dass sich hinter den waldig bepelzten Felswänden Plateaus mit schöner Fernsicht auftäten. Dementsprechend sind auch mit dieser Gegend ähnlich wie mit dem Paschberg Erinnerungen verknüpft. Die Stimmung dieser Erinnerung ist allerdings etwas anders – und nachdem ich nun gestern den Berg von Hochzirl bis Kranebitten be- und umgangen bin erinnerte ich mich auch wieder daran, dass der Hechenberg für mich einen Berg der Umkehr ist. 

Umkehren ist schließlich das wichtigste beim Berggehen. Nur wer rechtzeitig umkehrt hat eine höhere Chance zurückzukommen (trivial). Das beweist auch z.B. das Bild mit dem eigentlich vor dem Hintergrund der wahren Geschichte dämlichen Titel „Nie zurück“, das tatsächlich eine historische Umkehr zeigt – nämlich den Abbruch der österreichischen Nordpolexpedition. 

Mein erster Versuch auf den Hechenberg zu kommen endete in der Jausenstation Brunntal. Das war so ca. im Alter von 8 Jahren. Die Umkehr war da eher müdigkeitsbedingt. 

Der zweite Versuch war dann erfolgreich (mit ca. 25) wobei ich allerdings zweimal beinahe umgekehrt wäre, meinen damaligen Kollegen, die mitgingen hatten aber glücklicherweise die Geduld , dass ich mich mental auf die kritischen Abschnitte vorbereiten konnte. Die Lehre von damals: Nie wieder Schleifwandsteig. 

Beim Dritten (mit ca. 35) ging es dann schon ganz glatt – übers Hechenbergl- wobei ich mich an jeder Stelle versicherte dass ich schon umkehren könnte. 

Dieses Jahr habe ich nun den lange gehegten Wunsch, von Hochzirl aus, möglichst dem Kamm des Berges bis zum Gipfel zu folgend, den Berg zu erwandern. Das Besondere dabei – es sollte ein Streifzug durch die Wälder auf der Rückseite des Berges werden. Das Problem daran ist allerdings dass die dort verlaufenden Wege zwar prinzipiell existent sind, jedoch keine Markierung haben, und aufgrund der geringen Breite (ca. 15cm) schnelle einmal mit den Steigspuren des Wilds verwechselt werden können. Außerdem scheinen die Jäger, die vornehmlich diese Wege nutzen, eine besondere Vorliebe für exponierte Wegführungen zu haben, was hier selbst im Wald gelingt. 

Wenn man nun als berücksichtigt, dass die Wege die den Kamm entlang führen einen Tendenz haben sich den Abgründen am Inntal zu nähern und dort dann in etliche Trittspuren aufzufächern, die in jenen Wände führen in denen sich auch Kaiser Max verstieg, so ist klar, dass man bei Aufstieg die Umkehr im als Option im Auge behalten muss. So gelingt es vom Paschberg gewohntes eigenes Verhalten zu transponieren – wenn Zeit keine Rolle spielt und der Gipfel nicht das Ziel ist kann man auch mal analytisch spielerisch Wege suchen. Kämpfen muss man nur mitunter gegen die Versuchung weiterzugehen, dass der eingeschlagene Weg nach der nächsten Ecke vielleicht wieder besser werden könnte.


Even as a child I was enchanted by the Hechenberg — I anticipated that behind each furry cliff face lay plateaus with views far into the distance. In this way both areas are similarly linked in my memory. The mood of the memory here differs, however, and after I traversed the area between Hochzirl and Kranebitten yesterday, I remembered that, for me, the Hechenberg is a Place of Turning Back.

Turning back is, after all, the most important aspect of mountain climbing. He who turns back at the right time has a higher chance of returning. Proof lies for example in the title “No Return”, of a painting by Julius von Payer which actually depicts an historic turning back, namely the abandonment of the Austrian expedition to the North Pole.

My first attempt to the summit of the Hechenberg ended at the inn at Brunntal. I must have been about 8 years old, and too fatigued to continue.
The second attempt at around age 25 was successful, whereby I almost turned back twice; fortunately, my fellow climbers had the patience to give me time to mentally prepare myself for the more difficult parts. The lesson learned: never again the Schleifwandsteig.

The third visit, about 10 years later, went without a hitch via over the Hechenbergl — although I was thinking that I -could- turn back at every curve.

This year I fulfilled the long-cherished wish to follow, beginning at Hochzirl, the crest of the mountain as closely as possible to the summit. Ideally this should be a ramble through the woods on the backside of the mountain. However the problem with this is that the routes — although they exist in principle — are not marked, and due to their narrowness may be easily confused with the trails of wild animals. In addition, the hunters who primarily use these paths seem to have a special predilection for exposed designed layout, achieved even here in the forest.

If one takes into account that the paths along the crest tend to approach the Inn Valley at the abysses, and fan out from there in a number of tracks leading to those cliffs where Emperor Maximilian overextended himself, it is clear that one must keep the reversal in mind as an option during the ascent.

 This enables one to transpose ones own behavior when on the Paschberg — when time is of no concern and the summit is not the goal, is one can go searching for analytically playful paths. One must only fight against the temptation to press on to see what lies around the next curve.
 

 
Höhenprofil....mir kam es beim gehen eher wie einen berg- und talfahrt vor - nun sieht es aber recht konstatn aus. Links sieht man sozusagen das Abbild des Berkammes.  rechts vom Gipfel (Kirchberger Köpfl): der "flache Abstieg" durch die Flanke der Kranebitter Klamm (gegenüber des Schleifwandsteigs) bis Kranebitten.
 Elevation Profile .... while walking, it felt to me more like ascent and descent - but here it looks pretty constant. On the left mountain crest. Right of the peak (Kirchberger Koepfl): the "flat descent" by the rim of the Kranebitter gorge (opposite the Schleifwandsteig) to Kranebitten.



Pfeile: Bahnstationen, grün Gasthäuser, gelb Mißweisung GPS, rote Balken: Umkehren
red arrwos: train stations, green circles:inns, yellow: mistakes in GPS track, red lines: turnig back

 ….nach 20km und ca. 1400 Höhenmetern schließe ich, dass der Hechenberg die Verdreifachung des Paschbergs ist ;-) 

(Achtung: die begangenen Wege erfordern großteils Trittsicherheit, Schwindelfreiheit wäre zudem von Vorteil)



Nun ein paar Impressionen vom Paschberg des Karwendels:

Föhrenwälder bei Hochzirl - kein Wunder dass sich hier sozusagen der Zauberberg Tirols befand (ehem .Lungenheilanstalt Hochzirl)

da hinauf gehts....

Zirler Mähder  bzw. Hörbstenböden

Steig, nach Umkehr von der Umkehr von der Umkehr von der Umkehr entdeckt.

Argwöhnische Blicke erntet man von den Einheimischen.

Zimmer im Wald I

Mittenwaldbahn zwischen Leithen und Hochzirl

Zimmer im Wald II


Das rechte Mugele ist die Martinswand (!)
The right hill is the Martinswand (!)

Blick zum Paschberg, dazwischen.....Innsbruck

Die Schluchten hinter dem  Pasch- äh  Hechenberg sehen natürlich anders als das Mühltal aus.... the gorges behind Pasch -eh Hechenberg of course differ from the Mühltal

Blick zurück auf den Hechenberg vom Waldbrandgebiet am Söldensteig westlich von Rauschbrunnen. Viewing back to the Hechenberg from the forestfire area  besides the Söldensteig.